Survive the Alpha!

Early Access Survival Spiele liegen wie es scheint gerade voll im Trend und schießen wie Schwammerl aus dem Boden. Von gestrandet auf einer einsamen Insel, über gefangen in der frostigen Einöde, bis zum Absturz auf einem unbekannten Planeten – die möglichen Szenarien scheinen unerschöpflich. Dass diese Spiele eigentlich noch nicht fertig sind, sondern sich gerade erst in der Entwicklung befinden, scheint den Reiz sie zu spielen noch zu erhöhen. Der Vorteil ist klar erkennbar: Man bekommt ein Spiel für relativ wenig Geld, vielen Bugs und – sofern die Entwickler sich ranhalten – in regelmäßigen Abständen neuen Content, der das Spiel interessanter macht und über dessen Inhalt man im Idealfall auch selbst mitbestimmen kann. Hier ein paar Bespiele von Early Access Survival Games in der Review:

The Long Dark

Du wachst auf in einer eisigen, unbarmherzigen Einöde, mitten in der Wildnis des nördlichen Kanadas, weit und breit keine Menschenseele, die du um Hilfe bitten kannst, der Wind pfeift dir gnadenlos um die Ohren. Du kämpfst gegen die Kälte, gegen den Hunger, und vor allem gegen die wilden Wölfe, die dich gerne zum Mittagessen verspeisen wollen. Zum Glück gibt es in der Nähe verlassene Fischerdörfer in denen man nach Nahrung, wärmerer Kleidung und Medizin suchen kann. Zwischendurch gilt es noch Feuerholz zum Aufwärmen zu finden und mit etwas Glück eine Waffe, mit deren Hilfe man sich gegen die angriffslustigen Wölfe und Bären zur Wehr setzen kann und – wenn man denn trifft – ein paar Rehe schießen kann um nicht irgendwann so zu enden wie die eingefrorenen Leichen, die man am Wegesrand findet (Die armen Seelen werden bestimmt verstehen, dass wir ihnen alles Brauchbar abnehmen müssen, um unser Überleben zu sichern). Es gibt auf jeden Fall viel zu entdecken und viele Arten ins Gras zu beißen – oder in diesem Fall in den Schnee, zum Beispiel wegen einem verstauchten Knöchel oder einer Lebensmittelvergiftung. Die auffindbaren Gegenstände, die man zum Überleben brauchen, tauchen innerhalb der Welt zufällig auf, somit kann es unter Umständen schon etwas dauern, bis man auf erforderliche Materialen und Utensilien stößt. Und es gilt zu Haushalten, denn das Inventar wird durch das Gewicht eingeschränkt. Überschreitet man eine gewissen Grenze bewegt man sich langsamer, ist man zu erschöpft, passiert das sogar schon bei halben Gewicht. Einen Baumodus, wie in anderen Spielen des gleichen Genres, sucht man hier vergeblich, das Spiel ist vielmehr darauf ausgerichtet zu hamstern und zu erforschen.

Über eine Crowdfunding Kampagne wurde das Spiel finanziert und im Herbst 2014 bei Steam als Early Access veröffentlicht. Zur Zeit gibt es zwei Charaktere sowie drei sehr große Open World Karten, um auszuprobieren, wie lange man überlebt, geplant ist in Zukunft auch noch einen Storymode in Episoden zu veröffentlichen, in dem man auch andere Überlebende treffen kann.

Offizielle Website

The Long Dark Wiki

The Forest

Von der eisigen Kälte in die tropischen Wald: Im Intro des Spiels sitzt man noch gemütlich mit seinem Sohn im Flugzeug als plötzlich alles um einem herum zu wackeln beginnt! Schock schwere Not, wir stürzen ab! Und das auch noch auf einer einsamen, unbekannten Insel, die von einem noch unentdeckten und nicht sehr zivilisierten Eingeborenenstamm bewohnt wird. Zu allem Unglück wird unser Sohn auch noch von einem dieser Ureinwohner entführt und wir beginnen unsere scheinbar nie enden wollende Aufgabe ihn zu retten. Leider muss man zugeben, dass der entführte Sohn im Laufe des Spiels schnell zur Nebensache wird, denn man ist ständig damit beschäftigt erstmal selbst sein Überleben auf die Reihe zu bekommen. Das beginnt beim Holzhacken, um sich Werkzeug und eine Unterkunft zu bauen, geht über die Nahrungsbeschaffung in Form von Hasen, Fischen, Echsen (aus denen man sich auch Rüstung machen kann) oder anderem Getier und hört nicht damit auf, dass man sich zunehmend mit den patrouillierenden Eingeborenen auseinandersetzen muss, und zwar leider nicht im Dialog wie man es sich vielleicht wünschen würde, sondern mit einer stabilen Axt oder einer gut platzierten Falle. Neu hinzugekommen sind vor ein paar Monaten die Kannibalen, die sehr viel animalischer durch die Wälder streifen und  – naja man kann sich ja schon denken was die vorhaben. Von den Mutanten, auf die man dann in den Höhlen trifft, will ich gar nicht erst anfangen! So bastelt man sich fürs Überleben also Wasserbehälter aus Schildkrötenpanzern, sammelt Leder und Beeren und holzt die halbe Baumpopulation ab um sich eine individuelle Behausung zu bauen. Außerdem kann man jetzt Taucheranzüge finden, die im späteren Verlauf des Spiels auch die Erforschung der Gewässer auf und um die Insel ermöglichen sollen – aber Vorsicht vor den Haien! Es ist zu hoffen, dass in Zukunft auch mehr an der Geschichte des entführten Sohnes gearbeitet wird und man diesen irgendwann später auf wirklich finden kann bzw. erfährt was mit ihm passiert ist, doch auch jetzt bietet The Forest viel Inhalt und Spielvergnügen.

Seit der Veröffentlichung der Pre-Alpha-Version im Frühsommer 2014 haben die Entwickler fleißig gearbeitet. So wurden neben vielen Bugfixes auch jeden Menge Gegenstände und Werkzeuge, die einem das Überleben erleichtern sollen, und neue Tiere hinzugefügt. Man kann sich mehr selber basteln und individueller bauen, die Insel und zu erforschenden Höhlen wurden überarbeitet und ausgebaut. Schade ist hierbei, dass die Karte nicht zufallsgeneriert ist, sondern quasi immer gleich ist. Mittlerweile gibt es auch einen Coop Modus. Sogar eine Veröffentlichung auf der Playstation 4  ist angekündigt! Und das obwohl sich das Spiel noch in der Entwicklung befindet!

Offizielle Website

The Forest Wiki

Mehr über die Early Access Survival Spiele Stranded Deep und Subnautica hier im zweiten Teil

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