stARTcamp Wien 2016 #scvie – (m)ein Rückblick

Am 21.November fand das stARTcamp zum vierten Mal in Wien statt und  bot damit den Social Media Beauftragten unterschiedlichster Kunst- und Kulturinstitutionen die Möglichkeit sich in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters auszutauschen. Da ich schon letztes Jahr mit dabei war und mit einer Menge positiver Eindrücke und Ideen nach Hause ging, wollte ich es mir natürlich auch dieses Mal nicht entgehen lassen.

stARTcamp Wien Volkstheater

Das stARTcamp startete wie schon 2015 mit Kaffee und kleinen Snacks um sich erstmal gegenseitig zu begrüßen und in den Tag zu starten. Danach versammelten wir uns alle in der Roten Bar wo die Vorstellrunde begann, bei der jeder ein paar Sätze zu seiner Person sagte und mit zwei bis drei Hashtags zusammenfasste.

Anders als normalerweise bei Barcamps, wo danach die Ideenfindung zu den Sessions beginnt, war der Vormittag des stARTcamps auf ein World Cafe ausgerichtet, soll heißen: es gab drei Fragestellungen, die wir in jeweils wechselnden Gruppen innerhalb von 30 Minuten Einheiten diskutieren und ausarbeiten sollten.

Strukturen & Prozesse:

Die Fragen lauteten folgendermaßen:

  • Welche Strukturen wünsche ich mir für meine Arbeit?
  • Welche Prozesse und Arbeitsabläufe brauche ich, um meine Arbeitsziele zu erreichen?
  • Was kann ich tun, um Veränderungen von Strukturen und Prozessen herbeizuführen?

Bei den Gruppendiskussionen kam vor allem ans Licht, dass bei vielen Institutionen in der internen Kommunikation Verbesserungsbedarf besteht und klar definierte Zielsetzung und Zielerreichung eine sehr wichtige Rolle spielen. Auch wünschten sich einige mehr Freiräume für kreative Ideen, die auch die Möglichkeit zum Ausprobieren und eventuell Scheitern zulassen.

Die gesammelten Erkenntnisse von allen Gruppen werden natürlich ausgewertet und erscheinen demnächst in einem eBook.

Nach der Mittagspause (übrigens wunderbares Catering von Rita bringt’s) gab es zuerst eine kleine Zusammenfassung des Vormittags und dazugehöriges Feedback von den TeilnehmerInnen. Danach kehrten wir zu der ursprünglichen Form der Barcamps zurück und es folgten unterschiedliche Session über den Nachmittag verteilt.

Sessions über Apps und Social Media:

Den Anfang machte Ivana Neusiedler-Poveznik, Social Media Verantwortliche bei der Albertina Wien, und plauderte etwas aus dem Nähkästchen, wie der Alltag zwischen Facebook, Twitter und Instagram bei einer großen Kulturinstitution aussieht. Wir erhielten interessante Einblicke in die Planung und Erstellung von Beiträgen und Events, sowie einige lustige Anekdoten.

Danach folgte Corinne Eckenstein, Leiterin des Dschungel Wien, die ein Problem ansprach, von dem viele Kulturinstitutionen nur träumen können: ihre Zielgruppe besteht vorwiegend aus jungen Menschen. Sie erzählte uns von den digitalen Strategien in ihrem Theater und wie man versuche nicht nur die Eltern der Kinder und Jugendlichen mit Social Media anzusprechen, sondern auch die eigentliche Zielgruppe.

Martin Adam von mCRumbs wiederum gab uns einen Überblick über die Entstehung von Apps für Museen & Co. abseits des technischen Bereichs und betonte, wie wichtig es ist bei der Entwicklung einer App für den Kunst- Kulturbereich sich von ganz am Anfang Gedanken darüber zu machen, was man da mit erreichen will, welche Geschichte man damit erzählen will und wohin einen das führen soll, also schon lange bevor man sich Sorgen über den ganzen technischen Schnickschack machen muss.

Zum Schluss stellte Laura Böhler uns noch ihre App Ticket Gretchen vor mit der man ganz unkompliziert und mit wenigen Klicks Tickets für Veranstaltungen des Wiener Kulturangebots kaufen kann, welches das Start Up in Zukunft natürlich noch ausbauen möchte.

Eh man sich versah war der Tag auch schon fast wieder zu Ende und es folgte die obligatorische Feedbackrunde zum stARTcamp Wien, bei der wie zu erwarten wenig Negatives geäußert wurde.

Auch für mich war es ein sehr interessanter Tag, bei dem ich nicht nur die Möglichkeit hatte mich über die unterschiedlichsten Themen auszutauschen, sondern auch einmal die Gesichter und Menschen hinter den Social Media Kanälen, denen ich folge, kennen zu lernen. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung und ich freue ich mich schon im kommenden Jahr beim nächsten stARTcamp dabei sein zu können.

Meinen Beitrag zum stARTcamp 2015 im Wiener MAK findet ihr hier -> stARTcamp Wien 2015 – (m)ein Rückblick

Auf Instagram und Twitter findet ihr unter dem Hashtag #scvie alle Bilder und Tweets zur Veranstaltung.

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5 Kommentare

  1. Klingt sehr interessant, auch wenn ich nicht in dem Bereich tätig bin. Bei einigen Sessions hätte ich gern zugehört, denn als Besucher sieht man nicht, an welche Rädchen im Hintergrund gedreht werden muss….

    #BloKoSo

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